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Die Bewertung nimmt aufgrund ihrer strukturierenden Rolle in den Lehr- und Lernprozessen sowie ihrer pädagogischen, sozialen und ethischen Herausforderungen einen zentralen Platz in den zeitgenössischen Bildungsdebatten ein. Lange Zeit auf die Messung kognitiver Leistungen und Kompetenzen reduziert, tendiert sie heute dazu, breitere Dimensionen zu integrieren, insbesondere menschliche, kulturelle und axiologische. In diesem Rahmen zeichnet sich der Philosophieunterricht durch seine Spezifität als eine grundlegend reflexive und wertorientierte Disziplin aus. Die Ausbildung in Philosophie beschränkt sich nicht auf die Vermittlung von Wissen, sondern zielt auch auf den Aufbau ethischer, bürgerlicher und kultureller Orientierungspunkte ab. Dieses Werk schreibt sich in diese Perspektive ein, indem es eine theoretische und kritische Analyse der Bewertung von Werten in der Philosophie vorschlägt und die Grenzen der dominierenden, oft kognitiv orientierten Bewertungspraktiken aufzeigt. Es hat den Anspruch, zum wissenschaftlichen und pädagogischen Diskurs beizutragen und Analyserahmen vorzuschlagen, die geeignet sind, die Bewertungspraktiken im Dienste einer ganzheitlichen Ausbildung des Lernenden zu beleuchten.
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