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Welches Bild von China hatten japanische Künstler vom späten 17. Jahrhundert, als ihr Land sich gegen die Welt abschottete, bis zur Öffnung im Zuge der Modernisierung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts? Der Band untersucht vorrangig Darstellungen in der japanischen Malerei vom späten 17. bis zum 20. Jahrhundert, die China als realen Ort ebenso wie als imaginäres gelobtes Land zeigen. In drei Essays renommierter japanischer Kunsthistoriker*innen und über fünfzig Katalogeinträgen zu außergewöhnlichen Werken werden die komplexen Reaktionen der Kunst Japans auf die chinesische Kunst, Geschichte und Kultur offenbar.
Eine Handvoll wissenschaftlicher Studien hinterfragt in jüngerer Zeit das etablierte Narrativ, das moderne Japan habe sich allein am Westen orientiert. Diese verbreitete Vorstellung von einem ausschließlich westlich inspirierten heutigen Japan thematisiert "Imagined Neighbors". Mit einem nuancierteren Ansatz bemüht sich der Band, die schwierige Aussöhnung zwischen Alt und Neu im Zuge der Neuerfindung des modernen Nationalstaats Japan zu verstehen.
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