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Wie viele Tote braucht ein System, bevor jemand den Stecker zieht?
Martin Roth war einmal ein engagierter Lehrer. Heute ist er Witwer, Burn-out-Fall und Beweisstück in einer Statistik, die niemand sehen will. Als seine Frau Katharina auf dem Weg zur Schule in einem überfüllten Krankenhaus stirbt, weil „Präsenzpflicht" wichtiger war als Sicherheit, bricht in ihm etwas endgültig.
Zwischen vollgelaufenen Lehrerzimmern, zynischen Ministerstatements und Excel-Listen mit „Systemfehlern" schmiedet Martin einen Plan. Zusammen mit der 12b - hochbegabt, wütend, online - entwickelt er „Projekt NULLPUNKT": eine mehrstufige Kampagne gegen das deutsche Verwaltungs- und Bildungssystem. Phase 1: symbolische Hacks. Phase 2: Angriffe auf Behörden-Server, die plötzlich zeigen, wie fragil „Ordnung" ist. Phase 3: eine Aktion, bei der zum ersten Mal echte Menschen im Risiko stehen.
Je erfolgreicher Nullpunkt wird, desto dünner wird die Trennlinie zwischen Protest und Terrorismus. Die Schülerin Lisa versucht, Martins moralische Bremse zu sein - während BKA-Ermittler Voss im Datenrauschen nach dem einen Lehrer sucht, der Täter und Opfer zugleich ist.
„Nullpunkt" erzählt aus mehreren Perspektiven, wie eine Klasse, ein Lehrer und ein Land gleichzeitig an ihre Grenzen geraten. Es geht um Lehrerburnout, überforderte Behörden, digitale Rebellion und die Frage, ob man ein System zerstören darf, das einen selbst zerstört hat - und was danach übrig bleibt.
Für Leser:innen von politischen Thrillern, Gesellschaftsromanen und Serien wie „4 Blocks" oder „The Newsroom", die sich fragen, wie lange Deutschland noch „so weiter" funktionieren kann.