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„Im Namen des Regenbogengottes" ist eine Huldigung und ein Liebesbrief an das iranische Volk. Es werden
Geschichten über ermordete Kinder, Inhaftierte und Exekutierte der feministischen Revolution im Iran erzählt. Diese traurigen Geschichten zeigen die Barbarei der islamischen Regierung und zugleich den Mut, die Willensstärke und die Hoffnung der Menschen.
Am 16.September stirbt die Kurdin Jina Mahsa Amini in Polizeigewahrsam. Ihr gewaltsamer Tod löst im Iran die größte Protestbewegung seit Jahrzehnten aus. Ein Aufstand gegen politische, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse im Land entsteht. Ein Aufstand der Emanzipation. Denn es geht hier um nichts anderes als um die Selbstbestimmung, und zwar für Mann und Frau. Es geht um die Minderheiten und Andersdenkenden, es geht um Lesben und Schwule, damit diese ihre sexuelle Orientierung frei leben könne. Im Iran ist Homosexualität verboten und wird mit dem Tode bestraft. Zurzeit sind zwei LGBTQ Aktivistinnen zu Tode verurteilt. Die Frauen haben in diesen 42 Jahren viel unternommen, um ihre Rechte friedlich zu erhalten. Sie haben auf Reformen gehofft, haben sich weitergebildet, und zwar in allen Bereichen der Gesellschaft. Aber nichts brachte eine Lösung. Sie sind es müde unterdrückt, misshandelt und ihre Rechte beraubt zu werden.
Diese Bewegung ist aus dem Herzen der jungen Generation erwacht. Sie sind aufgeklärt und möchten einen säkularen Staat und die Abschaffung der Theokratie. Ganz bewusst fordern sie die Beendigung der Geschlechterapartheid.
Die Realität dieses Regimes beruht auf die Versklavung der Frauen. Sie sind in einem Gefängnis. Diese Regierung ist patriarchal, reaktionär, sexistisch und religiös. Das führt letztendlich zur Gefangenschaft der gesamten Gesellschaft.
Bedacht haben sie den Ruf Jin Jian Azadi als das Zeichen der Revolution gewählt. Dieser Ruf stammt von den mutigen Kurdinnen, die 2014 gegen den Islamischen Staat gekämpft, gesiegt und die gesamte Welt vor dieser Gefahr verteidigt haben.
Die Wahl dieses Spruchs zeigt die Einheit der Völker und Menschen im Iran untereinander. Durch diesen Ausdruck wird die Forderung nach Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Gerechtigkeit verdeutlicht. Denn in einem Land, in dem Frauen nicht frei sind, ist niemand frei. Daher ist die Hervorhebung der Frauenfreiheit und die der Völker in dem Slogan Jin jian Azadi zu sehen. Die Freiheit der Frau und die Freiheit der Völker im Iran werden die Zukunft bestimmen. Jinas Tod hat den Widerstand, der zu Stummheit verurteilten Frauen, geweckt. Ein Kampf für Freiheit der Frau und Gleichheit der Völker.
Mit aller Macht hat die islamische Regierung Angst und Furch gesät, doch nun erntete sie nicht mehr eine verschreckte Gesellschaft, sondern eine mutiges und vereintes Iran, in der alle Hand im Hand für ein freies und demokratisches Iran kämpfen.
Bisher wurden laut NGO's über 19.000 Menschen inhaftiert, über 500 ermordet, darunter rund 70 Kinder und mehrere exekutiert. Die Dunkelziffern sind immens höher.
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