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Ist es denkbar, dass der Schöpfer des Universums diese Worte gesagt hat?
Diese Frage steht im Zentrum von „Gott vor Gericht".
Dieses Buch fragt nicht, ob Gott existiert. Es beginnt auch nicht mit der Behauptung, dass es ihn nicht gibt. Es untersucht etwas Präziseres: den Anspruch, ein bestimmter Text sei tatsächlich das Wort eines allwissenden, allmächtigen, gerechten und barmherzigen Schöpfers.
Der Koran tritt dabei nicht als unantastbares Heiligtum auf, sondern als Beweismittel in einem fiktiven Gerichtssaal. Anklage und Verteidigung prüfen seine Aussagen, während eine Richterbank darauf achtet, dass weder Einwände noch Gegenargumente verkürzt werden.
Verhandelt werden unter anderem göttliches Vorwissen und menschliche Freiheit, unschuldiges Leiden, die Sprache des Textes, Sonderregelungen für Muhammad, Abrogation, Krieg und religiöse Gewalt, die Abhängigkeit von späterer Auslegung, die rechtliche Stellung der Frau, göttliche Eide, ewige Strafe sowie Aussagen über Natur und menschlichen Körper.
Dabei gilt ein einfacher Maßstab:
Nicht: Kann man für diese Worte irgendeine mögliche Erklärung finden?
Sondern:
Tragen diese Worte selbst Merkmale eines Wissens, einer Gerechtigkeit und einer Weisheit, die ihrer behaupteten göttlichen Quelle entsprechen?
Das Buch verlangt vom Leser weder Glauben noch Unglauben.
Nur eines:
dass die Behauptung „Das hat Gott gesagt" denselben Anspruch auf Prüfung aushalten muss wie jede andere große Behauptung.
Denn je größer der Anspruch, desto größer die Beweislast.
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