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Die Dissertation untersucht die herzoglich-bayerische Finanzverwaltung im Zeitraum von 1550 bis 1618 auf drei Verwaltungsebenen: der Oberbehörde (Hofkammer), der Mittelbehörde (am Beispiel des Rentamts Landshut) und der Unterbehörde (am Beispiel des Pflegamts Moosburg). Im Mittelpunkt stehen die organisatorischen Strukturen, die schriftliche Kommunikation und die räumliche Mobilität. Eine zentrale Erkenntnis ist die Bedeutung der aktiven Rolle des Herzogs für den Aufbau und das Funktionieren einer effizienten Verwaltungshierarchie. Anders als seinen Vorgängern gelang es Maximilian I. nach seiner Regierungsübernahme im Jahr 1598, das Herzogtum finanziell zu konsolidieren. Die zunehmende Zentralisierung administrativer Abläufe, die auf operativer Schriftlichkeit beruhten, ging mit einer systematisch gestalteten Mobilität der Amtsträger im Herzogtum einher; diese umfasste auch jährliche persönliche Treffen aus Anlass der Rechnungsprüfungen im gesamten Territorium.
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