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Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet. Nicht im Dunkeln, nicht mit Warnschild, sondern im Alltag. Im Treppenhaus, auf der Parkbank, im Wartezimmer oder im Zugabteil. Dieses Buch erzählt von genau diesen Begegnungen.
Keine Ermittlungen, keine Täterporträts und keine Auflösung, die beruhigt. Stattdessen: stille Nähe, gewöhnliche Gespräche und Momente, die belanglos wirken, bis man begreift, dass sie es nie waren. Jedes Kapitel schildert eine unscheinbare Begegnung mit einem Menschen, der später als „Täter" identifiziert wird. Der Erzähler lebt weiter, während um ihn herum Existenzen kippen.
Es ist ein psychologisches Kammerspiel über Normalität, Verdrängung und die beunruhigende Erkenntnis, wie nah das Unvorstellbare tatsächlich ist. Dieses Buch ist für Leserinnen und Leser, die keine Effekthascherei suchen, sondern eine leise, nachhaltige Verstörung, die bleibt.
Die Zwölf ist kein klassischer Thriller. Es ist eine Sammlung von Momenten, die fast belanglos wirken. Genau darin liegt die Gefahr. Denn in jedem dieser Momente hätte etwas verhindert werden können. Wenn jemand nicht einfach stehen geblieben wäre.