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Im Jahr 1966 erklärte Präsident Lyndon Baines Johnson: „Indien ist ein guter und verdienstvoller Freund. Es soll niemals gesagt werden, dass Brot so teuer und Fleisch und Blut so billig seien, dass wir uns gleichgültig von seiner bitteren Not abgewandt hätten." Die weitreichende Rhetorik des Präsidenten entsprach jedoch nicht der Realität. Stattdessen ordnete Johnson eine Überprüfung der amerikanischen Wirtschafts- und Agrarhilfe für Indien an und trieb die Umsetzung der „Short Tether"-Politik voran - wobei die Genehmigung von US-Nahrungsmittelhilfesendungen nach Indien auf monatlicher Basis erfolgte. Dieses Buch beleuchtet Washingtons Einsatz von Nahrungsmittelhilfe als Waffe im Kalten Krieg. Vor Johnsons „Short Tether" hofften US-Politiker, dass großzügige US-Wirtschaftshilfe eine dankbare, postkoloniale indische Regierung dazu bewegen würde, ihre Außenpolitik der Blockfreiheit im Kalten Krieg zu ändern und Washingtons globale antikommunistische Agenda zu unterstützen. Ich behaupte, dass die Metaphern von „Geschenk" und „Dankbarkeit", eine Sprache, die von US-Beamten und Kongressabgeordneten häufig verwendet wurde, die Ausübung hegemonialer Macht tatsächlich als moralische Wohltätigkeit tarnten.