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Zusammenfassung
Jérôme Fournier ist ein dreiundvierzigjähriger Bibliothekar, der bislang nicht über das Trauma seiner Kindheit hinweggekommen ist. Ganz zufällig stösst er auf ein Mathematikbuch. Er erinnert sich an den Namen seines Autors. Es handelt sich um eine Frau, die er als Kind kannte und schon damals liebte.
Tragischerweise fand er niemals den Mut, ihr seine Liebe zu gestehen. Sie weiss nicht einmal, dass er existiert. Doch er ist von ihr besessen. Schon als Kind war er ein Besessener, der sie heimlich beobachtete.
Selbst als gestandener Mann muss er sich eingestehen, dass er bis jetzt nicht den Mut aufzubringen vermag, sich ihr zu öffnen.
Er beschliesst, ein Buch zu schreiben. Im Rahmen seiner Recherchen schafft er es, sie auf sehr distanzierte und förmliche Weise anzusprechen. Er kontaktiert auch zwei Männer, Hans und David. Sie spielten eine grosse Rolle in Melanies Leben.
Jérôme beobachtete das Dreiergespann sehr lange und intensiv.
Die vier Personen, Jérôme, Melanie, Hans und David, treffen sich mehrere Male, um Gedanken und Gefühle auszutauschen. Dabei tauchen sie unweigerlich in ihre eigene Vergangenheit ein.
Sie durchlaufen im Geiste die alten Stationen ihres vergangenen Lebens. Die vier Personen erleben wichtige Epochen in der menschlichen Geschichte auf ihre ganz individuelle Weise. Jérôme, der Romantiker, beobachtet und reflektiert, was drei Menschen, unterschiedlicher können sie nicht sein, in der Zeit von 1907 bis 1945 durchmachen. Ein Jude, ein Rechtsradikaler und Melanie, die geistig und seelisch nicht erreichbar ist, stossen aufeinander.
Jérôme stellt sich seinen Ängsten und konfrontiert sich mit ihnen und wird ein Teil dieser Gruppendynamik.
So bewegend die Lebensgeschichten jedes Einzelnen auch sein mögen, im Vordergrund steht nur Jérômes Liebe zu Melanie.
Dabei erweist sich das Böse als treuer Begleiter der Menschheit. Es hat viele Gesichter, viele Namen, aber nur einen Ursprung. Wie ein roter Faden zieht es sich durch die verschiedenen Zeitperioden und findet überall dort Zugang, wo der Mensch Schwäche zeigt.
Alle vier Personen beweisen auf eindrückliche Weise, wie sie in bestimmten Situationen der Macht des Bösen widerstehen können. Das gelingt ihnen jedoch nicht immer. Der Mensch wird mehr als einmal im Leben damit konfrontiert, dass er als Teil einer zerstörerischen Kraft im System mitgewirkt hat. Mit dieser Erkenntnis zu leben, kann entweder berauschend oder traumatisierend sein. Nur die wenigsten begreifen, dass die Liebe über alles steht.
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