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In ihrer Studie gibt Cornelie Becker-Lamers ausführlich Einblick in die Archivalien zur Weimarer 'Zauberflöte'. Ausgehend von ihrer Beobachtung, dass die Bühnenhandlung der 'Zauberflöte' die Figurenrede der Priesterwelt sehr konsequent konterkariert, untersucht sie Schikaneders Libretto (1791) v.a. im Hinblick auf das Ausstellen rhetorischen Sprechens. Die Folien hierfür sind Schikaneders Vorlagen in den 'Dschinnistan'-Märchen von Liebeskind, Wieland und Einsiedel (1786-89) sowie Goethes 'Groß-Cophta' (1791) und Elisa von der Reckes 'Nachricht' über den Hochstapler Cagliostro (1787). Dass in der 'Zauberflöte' die Bühnenhandlung nicht als die 'Realität' wahrgenommen wird, an der die Figurenrede sich messen lassen muss, wird mit den einschneidenden Veränderungen begründbar, die Vulpius rezeptionsgeschichtlich auswirkungsreiche Libretto-Bearbeitung (1794) in der Anlage der Figuren aufweist. Deren Wirkung verstellt bis heute den Blick auf Schikaneders Original und ist noch in den jüngsten Nacherzählungen der Zauberflöte nachweisbar.
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