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Was geschieht, wenn Kunst und Tod sich berühren - wenn ein Mörder seine Opfer nach den Gemälden eines toten Malers arrangiert und ein Ermittler erkennt, dass jedes Verbrechen einem Bild entspricht?Dagny Elverums "Bilder des Todes" ist ein außergewöhnliches literarisches Experiment: Acht atmosphärische Kriminalgeschichten, die sich an Modest Mussorgskys berühmtem Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" orientieren. So wie Mussorgsky einst die Gemälde seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann in Musik verwandelte, übersetzt Elverum dieselben Bilder in dunkle, präzise konstruierte Erzählungen voller Spannung und melancholischer Tiefe.Im Mittelpunkt steht der Ermittler Woronow, ein gereifter, stiller Mann mit einem schmerzhaften Knie und einem noch schmerzhafteren Blick für Details. Er bewegt sich durch das vorrevolutionäre St. Petersburg - durch Gassen, Ausstellungssäle und Kellerkammern - und erkennt in den Körpern der Toten etwas Ungeheuerliches: Sie wurden arrangiert. Wie Figuren auf einem Blatt Papier. Wie Motive in einem Kunstwerk.Elverums Prosa ist von bemerkenswerter Kontrolle. Sie schreibt knapp, präzise, ohne ein Wort zu verschwenden - und erzeugt dadurch eine Dichte, die unter die Haut geht. Die historische Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts ist greifbar: Kerzenwachs, alte Farbe, nasskalter Schnee. Gleichzeitig stellt das Buch tiefere Fragen nach dem Verhältnis von Schönheit und Gewalt, Kunst und Vergänglichkeit, Erinnerung und Tod.Ein Leseerlebnis für alle, die literarischen Kriminalromanen, historischer Fiktion und der dunklen Seite der Kunst gleichermaßen zugetan sind.
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