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Optische Instrumente des 17. Jahrhunderts aus Augsburg sind kaum erhalten. Auch die frühen Optiker sind nahezu völligem Vergessen anheimgefallen. Mit ihrer Arbeit über Johann Wiesel und seine Nachfolger schließt die Verfasserin daher nicht nur eine Lücke in der Handwerksgeschichte Augsburgs, sondern erbringt auch einen Beitrag zur Frühgeschichte der optischen Instrumente. Die Autorin, die als Expertin ihres Forschungsgebietes internationale Anerkennung genießt, hat eine außergewöhnliche Rekonstruktionsleistung vollbracht. Was Inge Keil in ihrer Monographie erstmals und akribisch untersucht, ist eine bislang kaum bekannte Verknüpfung von Augsburger Leistungen mit der europäischen Entwicklung. Obwohl die Hauptperson, um die es in der Darstellung geht, mit der Signatur "Augustanus Opticus" ihre Stadtzugehörigkeit betonte, handelte es sich um einen zeitgenössisch europaweit bekannten und vernetzten Erfinder und Hersteller fortgeschrittener optischer Technologie. Für eine bestimmte Phase stellten Geräte aus Augsburger Fertigung weltweit führende Spitzenprodukte dar, stand also die oberdeutsche Reichsstadt und Zentrale südmitteleuropäischen Austausches auch in dieser Hinsicht im Mittelpunkt der einschlägigen Welt.
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