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Aris Fioretos (*1960) ist ein schwedischer Schriftsteller (u. a. "Die Seelensucherin", "Der letzte Grieche", "Nelly B.s Herz", zuletzt "Das graue Buch") und Übersetzer osterreichisch-griechischer Herkunft, der vielfach ausgezeichnet wurde. Er hielt 2024 die Frankfurter Poetikvorlesung, die im Herbst 2026 unter dem Titel "Sonnengeflecht" erscheinen wird. Kompromisslos wie kaum ein Zweiter experimentiert der Autor Aris Fioretos mit den Elementarteilchen des Lebens, des Lesens und der Literatur. Im "Verstehenslaboratorium" seiner Werke entstehen Texte, die oft schwer zu fassen sind. Schlüsselroman oder Nachlassdokument, Nachschlagewerk oder Manuskriptfiktion, Biografie oder Totengespräch? Die Grenzen zwischen den Genres, den Werkphasen, aber auch zwischen Lesen und Schreiben sind fließend. Jeder (formbare) Stoff verwandelt sich in der Werkstatt des Schweden zu Literatur. Gelesen und erinnert wird mit allen Sinnen: mit der Zunge, mit dem Rückgrat, mit der Haut. Der erste Band der Schriftenreihe widmet sich den Schreibweisen, der Stil- und Formenvielfalt sowie den philosophischen Denkexperimenten im Werk eines der bedeutendsten Dichter und Denker der europäischen Gegenwartsliteratur. Die internationalen Beiträger erkunden unterschiedliche methodisch-theoretische Zugänge, die sich der spezifischen Verschränkung von Wissenschaftstheorie und Ästhetik im Werk Fioretos' annähern.Neue Schriftenreihe: Die literarische GegenwartZentrum für literarische Gegenwart der Universität ZürichWorte, die über den Diskurs hinausgehen - eine Reihe für die Kunst der Gegenwart. Im Fokus steht nicht nur die Theorie, sondern vor allem die ästhetische Kraft der Kunst - die Schönheit und das Rätsel, das in jedem Wort und Bild steckt. Gegenwartsliteratur wird häufig in Feuilletons sowie in den Redaktionen von Fernsehen und Radio behandelt. Die Schriftenreihe "Die literarische Gegenwart" stellt sich dem Thema aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive. Das Zentrum für literarische Gegenwart (ZLG) ist ein an der Universität Zürich angesiedeltes, interdisziplinäres Netzwerk, das sich der Erforschung und Vermittlung literarischer Gegenwarten durch pointierte und provokante Schwerpunktbildung verschrieben hat. Die Reihe verfolgt bewusst einen interdisziplinären Ansatz und bezieht sich auf ein breites Spektrum fremdsprachiger Literatur. Diese internationale Vielfalt spiegelt sich in den unterschiedlichen Perspektiven wider, die die Reihe präsentiert. "Die literarische Gegenwart" bietet Raum für tiefgehende Auseinandersetzungen mit aktuellen Phänomenen der Gegenwartsliteratur sowie für kulturanalytische Reflexionen. Neben Themenheften zu spezifischen Autorschaften und jüngst erschienenen Romanen oder Gedichtsammlungen wird es auch Schwerpunktbände zu Kerndebatten geben, die im Dialog zwischen Wissenschaftlern und Autoren weiterentwickelt werden.
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