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Kaum ein anderes Thema wird seit Dekaden so ausgiebig diskutiert wie die Zukunft unserer Städte. Zu viel Verkehr, zu hohe Mieten, zu wenig Klimaschutz im Bausektor Akteure aus Politik, Wirtschaft sowie Architektur und Stadtplanung sehen sich zunehmend mit Fragestellungen zu urbaner Resilienz, nachhaltigen Baustoffen und Gentrifizierung konfrontiert. Die Genese und Entität der gebauten Umwelt ist aufgrund dieser gesamtgesellschaftlichen Relevanz längst ein fester Bestandteil der Medienagenda; die Initiierung einer öffentlichen Debatte hierzu eine Kernaufgabe des Journalismus. Dieser Pflicht kommen einige Medien nach, wie dieses Buch zeigt. Demgegenüber bleibt der Nachrichtenwert von Architektur und Städtebau, trotz seiner immensen Bedeutung auf gesellschaftlicher, politischer, ökonomischer und ökologischer Ebene, in der wissenschaftlichen Reflexion weitestgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer zweistufigen Studie konstatieren dabei ein ambivalentes Bild: Einerseits gewinnen Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung und Wohnungsbau an Relevanz. Andererseits steht die wohl bekannteste Form des Architekturjournalismus, die Architekturkritik, aufgrund der ökonomischen Krise unter Existenzdruck. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach dem Nachrichtenwert der gebauten Umwelt. Dieser Band beleuchtet Architekturjournalismus aus einer holistischen Perspektive und eröffnet einen analytischen wie prognostischen Blick auf ein bislang randständig behandeltes Genres.
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