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Dieses Buch bietet eine umfassende Interpretation zu Geschichte, Subjektivität und Verantwortung im Theater Elfriede Jelineks. Das Theater der österreichischen Nobelpreisträgerin sucht, den dramatischen und (historischen) Deutungskonventionen einerseits ihre Selbstverständlichkeit zu nehmen, bezieht sich aber anderer immer wieder auf sie (Figur, Subjektivität, Geschichte). So braucht es eine europäische Geistesgeschichte (wichtige Autoren für Jelinek sind v. a. Hegel, Hölderlin, Fichte, Freud und Heidegger), um sich einerseits auf sie beziehen, sie hinterfragen und sich andererseits immer wieder auch von ihr abwenden zu können. Fünf Stücke werden in der vorliegenden Arbeit besprochen: "Wolken.Heim." (1988/1997), "Totenauberg" (1991/1992), "Clara S. Musikalische Tragödie" (1982/1992), "Ulrike Maria Stuart" (2006/2015) und "Am Königsweg" (2018/2020). Die Analysen richten den Blick auf geschichtsphilosophische Kontinuitäten und Brüche, Genderaspekte sowie subjekttheoretische und poetologische Perspektiven auf das Werk. Jelineks Geschichtstheater stellt historische Deutung und subjektive Verantwortung mit den Mitteln des Theaters zur Diskussion.
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