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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie lauft seit uber 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant fur Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefuhle, Sinn, Orientierung, Bodenstandigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit uber 400 Romane zeugen. Diese Serie enthalt alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert. Alexander Regler traute seinen Augen nicht, als er beim Aufraumen des Dachbodens in seinem Haus am Ortsrand von Regensburg auf ein verschlossenes Kuvert stie , dass an Cornelia Richter in St. Johann adressiert war. Lange starrte er auf das Kuvert. Erinnerungen wurden geweckt. Es war mehr als zwanzig Jahre her, dass er zusammen mit einigen Freunden zwei Wochen im Wachnertal verbracht hatte. Sie waren dort, um ihrem Hobby, dem Bouldern, zu fronen. Er, Alexander, war damals noch Student gewesen. Jetzt sah er deutlich das Gesicht Cornelias vor seinem inneren Auge dieses gleichma ig, jungmadchenhafte Gesicht mit den blauen Augen und dem sinnlichen Mund. Er hatte sich damals bis uber beide Ohren in sie verliebt. Ob sie seine Liebe erwiderte hatte, war nicht so richtig klar geworden. Sie hatte mit ihm geflirtet, sie waren Handchen haltend spazieren gegangen, es war sogar zu fluchtigen Kussen gekommen. Er war jedoch das Gefuhl nicht losgeworden, dass es bei ihr keine echten Gefuhle waren. Wahrend er vor Liebe regelrecht berauscht gewesen war, hatte sie kuhle Nuchternheit vermittelt. Nachdem er wieder zu Hause war, hatte er sich an den Schreibtisch gesetzt und den Brief geschrieben. Er hatte ihr schriftlich versichert, dass er sich unsterblich in sie verliebt habe und gleichzeitig nachgefragt, ob sie ahnliche Gefuhle fur ihn empfand. Er schickte den Brief nie ab. Damals hatte er befurchtet, sich lacherlich zu machen. Das war darauf zuruckzufuhren, dass Cornelia ziemlich von sich eingenommen war. Sie hatte uber ein hohes, geradezu ubersteigertes Selbstwertgefuhl verfugt, und sie war ausgesprochen wahlerisch, was den Umgang mit anderen Menschen betraf. Sie hatte sich selbst hoher bewertet als jeden und jede in ihrem Umfeld, und das war ein Charakterzug, der ihm, Alexander, nicht besonders gefallen hatte.
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